Die Sonnenscheiben der Bronzezeit

Zeugen bronzezeitlicher Wissenschaft, Religion und Kunst.

Es sind nur wenige Sonnenscheiben gefunden worden, und diese stammen ausschließlich aus dem nordeuropäischen Kulturkreis.  Auch Altertumsfunde haben ihre Geschichte; so ist die der goldenen Sonnenscheibe von Moordorf (Aurich) beachtlich genug, um sie eingehend zu erläutern.


Sonnenscheibe von Moordorf
18.-16. Jahrh. v. Chr., Landesmuseum Hannover.
Auf etlichen Umwegen über verschiedene Altertumshändler und Museen, erhielt der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts leitende Professor des niedersächsischen Landesmuseums Hannover eine Scheibe aus reinem Gold mit einem Begleitschreiben des Britischen Museums. Aus London erfuhr Prof. Jakob-Friesen, daß die Scheibe aus der Gegend um Aurich stamme.  Um den genauen Fundort zu ermitteln, wurde über die Auricher Zeitung mit einer Abbildung die Bevölkerung zur Hilfe aufgefordert. Erst nach Monaten meldete sich ein Bauer, der sich als Finder dieses einmaligen Altertumsfundes herausstellte. „Er lese keine Zeitung, doch erkenne er das Stück sofort wieder in der Abbildung der Zeitung, in der ihm seine Frau das Frühstücksbrot verpackt habe!”  Der Bauer aus Moordorf hatte vor Jahren auf seinem Feld ein humusreiches Stück beackert und war dabei mit seinem Spaten auf einen gelben Gegenstand gestoßen, welchen er ungeachtet beiseite schob. Sein kleiner Sohn brachte diesen  später wieder zu ihm, und er bewahrte die Scheibe nach flüchtiger Reinigung in einem Glasschrank auf. Einige Zeit später verkaufte er den Fund an einen Altertumshändler für drei Mark. Er wußte nicht, daß die Scheibe aus reinem Gold war.

An der Fundstelle wurde eine Grabung durchgeführt und ein bronzezeitliches Grab ermittelt. Die fast kreisrunde Scheibe mißt etwa 14,5 cm und ist aus reinstem Gold gearbeitet. An beiden Seiten sind zwei etwa 1.5 cm lange und 0,7 cm breite Laschen mit zwei Löchern angebracht.
Wenn wir nach Parallelen der Moordorfer Scheibe suchen, so fällt unser Blick erstens auf das goldreiche Irland. Dort sind 22 Scheiben dieser Art gefunden worden, weitere drei stammen aus England. Auf dem nordischen Festland sind weniger Funde nachzuweisen: Außer der Sonnenscheibe von Moordorf wurde eine weitere in Glüsing (Dithmarschen) gefunden, in Jägersborg Hegn (bei Kopenhagen) und das berühmte Sonnenscheibenpaar des Wagens von Trundholm. Im Gegensatz zur Moordorfer Scheibe sind die letzt genannten Sonnenscheiben aus Bronze mit einem dünnen Goldbelag versehen. Aus diesem Grunde sind etliche Fundstücke dieser Art uns nicht mehr erhalten, da lediglich nur Teile des feinen Goldbelages nachzuweisen waren. So z.B. zwei weitere nachgewiesene Stücke in Jütland,  die durch die Jahrtausende anhaltende Zersetzung nicht mehr überliefert werden konnten.
Wir können diese herausragenden Goldfunde in zwei Gruppen aufteilen: Die kleineren Sonnenscheiben (unter 12 cm Durchmesser) und die größeren, welche einen Durchmesser bis zu 35 cm vorweisen.

Sonnenscheibe von Jägersborg-Hegn
(Nachbildung: D. Vollmer/H. Preuß)
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Alle Scheiben aus dem irischen und englischen Kreis gehören (mit zwei Ausnahmen) zu dem kleineren Typus, die Scheiben vom nordischen Festland sind vom großen Typus. Die beiden großen Scheiben aus Irland und England sind, im Gegensatz zu den kleinen, auf nordischen Einfluß zurückzuführen. Ornamentale Merkmale und Fundbeigaben  setzen diese zwei Stücke, sowie alle großen Sonnenscheiben, in die zweite bronzezeitliche Periode. Der Zusammenhang der Stücke aus irischem Kreis, in dem das Kreuz bevorzugt wird, und dem nordischem Kreis, bei dem das Strahlen-  und Kreisgruppenmuster vorwiegt, ist einwandfrei.
Man kann feststellen, daß die älteren Goldscheiben (I Periode der Bronzezeit) im urzeitlichen Goldproduzenten Irland zu finden sind, und in der II. Periode der Bronzezeit das irische Gold im nordischen Festlandgebiet zu den großen Scheiben verarbeitet wurde.
Sicherlich ist eine Weiterentwicklung des Formengutes dieser Scheiben in den später auftretenden Hängegefäßen festzustellen, und es ist zu vermuten, daß der Urgedanke zur Entstehung der goldenen Scheiben bereits in Vergessenheit geraten war.

Sonnenscheibe von Jägersborg-Hegn
14. Jahrh. v. Chr., Museum Kopenhagen.
Beachten wir die Verzierungen der Goldscheiben, so können wir behaupten, daß das Kreuz (bei den kleinen Scheiben) als Wiedergabe der vier Weltrichtungen, und in seiner abgeschlossenen Entwicklung als Darstellung des Tages- und Jahreslaufes der Sonne anzusehen ist. 1 Die Kreise und konzentrischen Kreise der größeren Scheiben sind ohne Zweifel als die Sonne selbst und ihre Bahn zu betrachten, welche wir auch in den mannigfachen Stufen an Felszeichnungen und bei der Verzierung an Schmuck und Gerät wiederfinden können. Am auffälligsten ist dieses Motiv auf dem Sonnenstein von Becksted/Kreis Wildeshausen zu finden. „Steine, die nur annähernd mit diesen niedersächsischen Monumenten zu vergleichen wären (schon alleine durch die Auswahl des rötlichen Gesteins, auf den die Kreise geritzt wurden), sind andernorts bislang nicht gefunden worden. Das Motiv der konzentrischen Kreise allerdings ist auf losen Blöcken in Irland und Schottland sowie auf Ritzungen tragender Felsen Skandinaviens wohl bekannt. Die skandinavischen Felsritzungen weisen den Weg zur Deutung, daß wahrscheinlich die Sonne dargestellt werden soll, weshalb die Steine bald nach ihrer Entdeckung als Sonnensteine bezeichnet wurden.” 2


Eine schier unerschöpfliche Quelle von Sonnendarstellungen in allen Stufen der Entwicklung sind die Felsbilder in Schweden und Norwegen, besonders diejenigen aus dem Raume um Tanum in Bohuslän, unweit der schwedisch- norwegischen Grenze. Sie entstanden von der früheren Jungsteinzeit an bis in die späte Bronzezeit hinein und enthalten das gesamte Formengut der Kultur der Großsteinsetzungen. Daher läßt sich die Entwicklung dieses Formengutes, auch gerade jene der Sonnen- und Sonnengottdarstellungen, bis ins Einzelne verfolgen und zu den Schmuckelementen der Bronze- und Goldgeräte in Beziehung setzen. Wir können dort miterleben, wie die Sonnenscheibe allmählich menschliche Gestalt annimmt, Arme und Beine und einen Kopf erhält, mit Axt und Speer bewaffnet wird, um schließlich auf einem Wagen, von Pferd, Hirsch oder Elch gezogen, oder auf einem Schiff davonzufahren. Zuweilen finden wir in diesen Felsbildern aber auch einfach eine große runde Sonnenscheibe, ganz ausgefüllt.
Die Aufteilung des Kreises als Kreuz, das Sonnenrad, ist als Darstellung des Tageslaufes zu betrachten. Ein zweites Rad, mit schräg gestelltem Speichenkreuz, ist die Darstellung der Jahreszeiten: Sonnenauf- und untergangspunkte zur Sommersonnenwende im Nordost und Nordwest, sowie Wintersonnenwende im Südost und Südwest. Beide übereinander ergeben das achtspeichige Rad, unzählbar häufig dargestellt, das Tages- und Jahreszeiten vereinigt.


Abb. 1

„Wer mit offenen Augen den Jahreslauf der Sonne verfolgt, erkennt schnell, daß sich ihr Auf- und Untergangspunkt zur Zeit der Sommersonnenwende um große Weiten von der Mittagslinie (Süd) entfernt. Im Winter dagegen rücken diese Punkte am Himmelsrand dichter gegen Süd zusammen. Man spricht von einem großen Pendelbogen zur Mittsommerzeit, der bei uns (51 Grad nördlicher Breite) fast ¾ des Vollkreises beträgt, dagegen zur Winterzeit nur wenig mehr als 90 Grad mißt.” 3
„Bei der Beobachtung der auf- und niedergehenden Sonne bilden natürlich die Wendepunkte ein bestimmtes, bedeutungsvolles Ereignis, das bei den Kulturvölkern durch die Anlage von Sonnenwarten oft mit geradezu erstaunlicher Genauigkeit fixiert wurde.” 4
Wie man bemerkt, ist das nahezu mathematisch  rechtwinklige Kreuz, wie es doppelt auf der Jägersborg Hegn Scheibe zu erkennen ist, in unseren Breitengraden wiederzufinden, in der Region in welcher ausschließlich diese Art Sonnenscheiben gefunden wurde. Sie ist auch die Mitte und der Ursprung der Großsteingräberkultur. Eine gedankliche Verbindung zwischen den Steinsetzungen und den Sonnenscheiben ist nahezu unausweichlich.


Abb. 2




Abb. 3: Sonnenscheibe von Lattoon,
Irland

 

Neben der unausweichlichen  Verbindung der Sonnenscheiben mit den Steinkreisen der Megalithkultur darf ein drittes Vergleichsobjekt der vorchristlichen, nordeuropäischen Welt nicht außer Acht gelassen werden: Die Trojaburgen, die nordischen Labyrinthe. In diesen Steingehegen wurde die Sonnenbahn nachempfunden; der Mensch konnte auf die Sonnenbahn „eingehen”, sie nachvollziehen und miterleben. Die Windungen der Trojaburg (der Name wird von der indogermanischen Wurzel ‘ter’ = drehen abgeleitet) geben die zum Winter hin enger werdende Sonnenbahn wieder. Friedrich Hirsch schreibt: „Nur die Tagesbogen, die rechtsläufigen Gänge ‘gelten’, die ‘unsichtbaren’ Nachtbogen werden in kunstvollem Spiel bald außen, bald innen geführt, und das ‘Wunder’ besteht darin, daß trotzdem die Tagesbogen in regelmäßiger Folge von außen nach innen führen, bis mit dem letzten, innersten Tagesbogen der Festplatz in der Mitte erreicht wird.”  Die Trojaburg ist kein „Irrgarten”, sie führt immer in die Mitte.  „Wenn wir,” hebt Hirsch hervor, „etwa den Windungen der Trojaburg von Visby auf Gotland nachfahren, so werden wir feststellen, daß nur die linksherum, also gegen die Sonnenbewegung führenden Windungen bald außen, bald innen laufen, dagegen die sonnenläufigen Rechtsgänge sich regelmäßig von außen nach innen verjüngern” und in die Mitte führen.


Abb. 4: Trojaburgen

Der deutsche Forscher Hermann Kern hat einmal den ursprünglichen und noch heute geltenden Sinn der Labyrinthe dargelegt: Er schreibt, daß der Mensch sich im Labyrinth nicht verlieren, sondern finden soll, da man dort sich selbst begegne. „Eine psychische Belastung”, betont er, „liegt in der Erfahrung, daß man sich dem Ziel immer wieder bis zum Greifen nähert, aber mehrmals wieder weggeführt wird. Der Weg zum Zentrum läßt keine Wahl; wer die Belastung durchhält, kommt zwangsläufig zur Mitte. Sein Erlebnis ist also ein Sinnbild einer Gesetzmäßigkeit, beschränkt sich jedoch nicht nur auf eine subjektiv-beliebige Erfahrung. Die Umkehr im Zentrum bedeutet nämlich Aufgeben der bisherigen Existenz, sie bedeutet aber auch Neubeginn.” Im Zentrum geschieht der ewige Wandel: Das Werden und Vergehen „Diese Bewegungsfigur führt nicht in die Irre, sie dient als ganzheitsstiftendes Sinnbild der Selbstfindung und führt zum Kern unserer Existenz.”
Der Forscher Frithjof Hallman zitiert in seinem Buch über die Labyrinthe einen Brief des Schweden Carl-Göran Ekerwald: „Das Labyrinth läßt uns deutliche Wege - Lebenswege - erkennen. Es liegen Gänge vor, die einen zur Umkehr zwingen. Behende Zirkelbewegungen erwecken dabei Schwindelgefühle, ein langsamer Takt dagegen weist einen sinnvollen Weg, wobei einige Wanderer, die auf dem Pfade des Lebens die Hoffnung aufgegeben haben, einen Weg hinaus zu finden, in den eigenen Spuren zurückwenden, um dadurch den richtigen Eingang zum Leben zu entdecken.”

Heute finden sich wieder Einrichtungen, welche die therapeutische Wirkung der Trojaburgen aufgreifen und sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen:

www.labyrinthia.dk/de/labyrinthia_silkeborg_trojaborg_labyrint_de.htm

            Doch zurück zu den Sonnenscheiben der Bronzezeit.


Hängegefäß von Kiel-Kronshagen (Nachbldg.)
Original: 8. Jahrh. v. Chr., Helms-Museum.

Der schwedische Archäologe Oxenstierna, spricht von einer „fast völligen Fundlosigkeit auf den dänischen Inseln und dem skandinavischen Festland, die meist 350 Jahre andauerte.” Diese „weiträumige und langanhaltende Lücke an Fundstoff” in diesem bis dahin dicht besiedelten Gebiet ist mit der Naturkatastrophe von 1220 v. Chr., welche eine „Wende“ der Bronzezeit zur Folge hatte, in Verbindung zu bringen. Es ist die Zeit der starken Verwüstung (nicht nur) im nordischen Raum.
Unsere Sonnenscheiben stammen aus der Zeit vor dieser Katastrophe, und die danach weiterentwickelten Hängegefäße weisen dagegen einen „barocken” Stil auf, welcher von einem großen kunst- und kulturgeschichtlichen Wandel zeugt.
Sonnenscheiben,Trojaburgen und Steinkreise sind nicht voneinander zu trennen und stammen allesammt aus der Zeit vor diesem „Umbruch“.  Religion, Wissenschaft und Kunst waren eine Einheit. Die Festplätze waren gleichermaßen Stätten der Wissenschaft, der Rechtspflege und der Frömmigkeit.
"Die nordeuropäischen Heiden hatten noch nicht lernen müssen, das religiöse Leben vom profanen abzugrenzen durch einen geregelten Gottesdienst, Verbildlichung des Göttlichen, Priesterstand, heilige Schrift, Katechismus und anderes. Da aber das profane Leben, das entgötterte Dasein, das sich seine Berechtigung nur aus dem Ablaß des vorschriftsmäßig geleisteten Sonntagsgottesdienstes holt, im heidnischen Leben, das durchtränkt ist von Religion, nicht nachweisbar ist, so darf man von vornherein nur höchstens schwache Spuren jener Einzäunungen des Göttlichen bei unseren Altvordren erwarten. Sie bekannten tatsächlich wie Schiller sagt: „keine Religion, - aus Religion”
Religion wird geboren aus dem Willen zu leiblicher und seelischer Gesundheit, aus dem Willen zum Leben. Wo Leib und Seele noch Eines sind, und Fleisch und Geist noch nicht einander widersprechen, fließt beider Gesundheit noch aus einer Quelle.
Nicht nach Erlösung aus der Welt, sondern nach Vertiefung in die Welt drängt der Heide. Er sucht seinen Gott nicht außerhalb des Irdischen, sondern gleichsam im Herzen der Welt. Sein Ideal sind wache Sinne zum Begreifen des Diesseits, nicht Tötung der Sinne zum Erkennen des Jenseits."
(B. Kummer, Midgards Untergang, 1972)
„Die scharfe Grenze”, schreibt der dänische ForscherWilhelm Grönbech,  „die wir zwischen Weltlichem und Religiösem zu ziehen geneigt sind, hat im Leben des Germanen nichts Entsprechendes. Göttlichkeit war eine vergrößerte und verstärkte Form der Menschlichkeit. Es gibt keine feste Grenzlinie zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen. Die Göttlichkeit ist die höchste und edelste Form des Menschenlebens, das Heilige.” 5

Wenn die Altvorderen in den angelegten Trojaburgen die Bahn der Sonne nachgebildet haben, wenn sie im Tanz auf  die nachempfundene Sonnenbahn „eingegangen” sind, „haben sie selbst handelnd die Sonne dargestellt und so ihre Bahn 'verstanden.'” „Ahnen wir noch”, fragt Friedrich Hirsch in seinem ‘Sonnwendbogen’, wie leidenschaftlich sie das gewaltige Drama des Sonnenlaufs miterlebt haben, dieses Urdrama der Welt, von dem alles Leben  abhing?  Wie sie die ungeheure Erregung garnicht anders haben bezwingen können, als indem sie dieses Drama nachspielten und verstanden? Nicht stumpfer schamanischer Trommelzauber, sondern Freudenfeste müssen diese Umgänge gewesen sein, und die Feuerräder, die heute noch hier und da zu Tal gerollt werden, geben nur noch einen blassen Schimmer vergangener Festherrlichkeit. Auch diese Feuerräder deutet man heute gern als „Zauber”, wie ja unsere ganze Brauchtumsforschung an dem Unfug krankt, platterdings hinter jedem in seinem ‘Nutzen’ nicht unmittelbar einleuchtenden Tun eine magische Absicht zu wittern.” „Das völkerpsychologische Schema, wonach sich jede höhere Religion aus Schamanismus (Bildzauber) und Animismus (Seelenkult) entwickelt hat, beherrschte lange Zeit die  gelehrten Geister und ist auch noch heute nicht überwunden.” 6
Nicht die Menschen haben mit der Sonnenspirale, mit den Sonnenscheiben  Zauber getrieben, sondern die Sonnenspirale, die Sonnenscheibe hat sie „verzaubert”.


Abb. 5: Sonnenwagen von Trundholm.
K.H.Baumgartl: „Die Menschen stellten die Natur und ihre Eigenschaften bildhaft dar. Sie haben damit die Vorgänge nicht nur schön, sondern auch genau beschrieben. Mit manchen Bildern wurde mehr zum Ausdruck gebracht als heute mit langen Ausführungen. Diese bildhafte Darstellung wurde immer besser und vervollkommnete sich. Es entwickelte sich die Kunst. Die Kunst war ursprünglich eng mit dem Kosmos verbunden. Die Kunst entwickelte sich als eine besondere Ausdrucksform der Philosophie und Religion. Auch diese vervollkommnete sich. Ein Höhepunkt dieser Kunst war das „Goldene Zeitalter”. Das war die Bronzezeit vor 3000 bis 4000 Jahren.” 7

           


Sonnenscheibe von Jägersborg-Hegn
(Nachbildung: Dieter Vollmer)
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Beim Anblick dieser goldenen Sonnenscheiben spiegelt sich uns die Ganzheit von Forschen und Verehren wider, welche den Schöpfern dieser Kunstwerke eigen war.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1. Georg Wilke, Religion der Indogermanen in archäologischer Beleuchtung, 1923

2. Dr. Dr. Günter Wegner, Zeugnisse für Religion und Kult, „Leben-Glauben-Sterben vor 3000 Jahren“, Oldenburg 1996, S. 203

3. Rolf Müller, Der Himmel über dem Menschen der Steinzeit, Springer Verlag, 1981, S.9

4. Rolf Müller, a.a.O.

5. Wilhelm Grönbech, „Kultur und Religion der Germanen“, Stuttgart, 1954 (5. Auflage)

6. Friedrich Hirsch, „Der Sonnwendbogen“, Göttingen, 1965

7. Karlheinz Baumgartl, Oberhaus, Zeilarn

Weiterführende Literatur:
Dieter Vollmer, Sonnenspiegel, Ein Beitrag zur Ganzheit von Forschen und Verehren,Widar-Verlag, 1983

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