Tierwelt

Eine reichhaltige Tierwelt umgibt den Moorhof:
Wir befinden uns in einem Niederwildrevier mit seinen typischen Vertretern: Hase, Kaninchen, Fasan und Reh sind die meist anzutreffenden Arten mit der Besonderheit, daß unser Rehwild oft dem begehrten schwarzen Typus angehört.
Hin und wieder besuchen uns einige Exemplare Damwild, selten genug und oft nur an den Spuren zu erkennen. Dagegen haben wir regen Besuch von Schwarzwild, dessen Umgrabungsspuren im Winter bei ihrer Suche nach Eicheln unsere Erdstraße verwüsten. Einen kräftigen Keiler trafen wir einmal bei einem Spaziergang mitten im Moor! Er war ebenso erstaunt wie wir und rannte beinahe ein nicht schlecht staunendes fahrradfahrendes Besucherehepaar um. Was suchte der Schwarzkittel hier im kargen Moor? Hat dieser kluge Keiler vielleicht sein „Rückzuggebiet“ vor der gleichzeitig stattfindenden Drückjagd gefunden? Schwein gehabt!
Dann sind auch die da, die man selten sieht, die aber nicht schwer erkennbar ihre Spuren hinterlassen. Hinter unserem Moorhof liegt ein Dachsbau, unschwer an den „Eingangsrutschen“ zu erkennen. Gesehen haben wir ihn noch nicht. Gleich nebenan wohnt Meister Reinike! Den Fuchs haben wir zwar schon öfter in Augenschein nehmen können, vor allem aber meldeten sich unsere Hühner bei seinem Besuch! Auch der Steinmarder ist kein seltener Gast…
Birkhühner hat unser Nachbar leider vor fünfzig Jahren zum letzten Mal gesehen. Dafür ruft der Kuckuck unaufhörlich bis tief in die Nacht in jedem Frühling, und das nicht nur ein Exemplar, sondern eine Vielzahl gleichzeitig, hintereinander, nacheinander und wieder gleich. Die Vogelwelt an sich ist hier sehr reich. Der Specht haut sich laut hackend den Kopf ein, die Schwalben nisten im Stall, die Amseln nisten im Dach, die Tauben nisten in den Büschen, und was sonst noch alles nistet: Der Hof ist wahrlich voller Leben! Und auch Baumfalke und Mäusebussard kreisen über unserem Hofe mit wachsamen Augen.
Goldregenpfeifer, Sumpfohreule, Ziegenmelker und Kornweihe  suchen hier Schutz. Ob Bekassine oder Brachvogel noch kommen? Ihnen allen soll dieses Vogelschutzgebiet neue Lebenssicherheit geben.
Kommt dann der Herbst oder der Frühling ziehen tausende Kraniche und Wildgänse über unseren Hof. Des Nachts rasten sie auf den mit flachen Wasser bedeckten Moorflächen und plaudern so laut, als ob sie nie schlafen würden! Zu Tausenden ziehen sie des Morgens zur Nahrungsaufnahme in die umliegenden Felder. Und kommt der Abend, so kann ein Moorhofbewohner nie genug bekommen von dem überwältigenden Anblick der einfliegenden Schwärme vor den rotgoldenen, untergehenden Feuerball. Es ist ein Geschenk, dies Jahr für Jahr erleben zu dürfen!


Goldregenpfeifer
Impressum, Wolf Schröppe, Darlaten 55, 31600 Uchte, info@moorschmied.de